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Sieben Fragen an ...

Christine Dössel


Christine Dössel, München

Geboren in Pegnitz / Oberfranken. Studium der Theaterwissenschaft, Politik und Philosophie in München. Seit 1997 Dozentin an der Deutschen Journalistenschule München. Seit 1990 Theaterkritikerin bei der Süddeutschen Zeitung. 2004-2007 Jurorin beim Berliner Theatertreffen. Ko-Autorin des dtv-Theaterlexikons und Autorin einer Biografie über Klaus Maria Brandauer.

1. Was befähigt Sie, Mitglied im Auswahlgremium der Mülheimer Theatertage zu
sein?

Ausdauer, Leidenschaft und meine Bahncard 50. Auch ganz hilfreich: mein Beruf als Theaterkritikerin.

2. Wie viele Stücke haben Sie persönlich für die Mülheim-Auswahl gelesen oder
gesehen?

Werden so um die 60 gewesen sein.

3. Was macht für Sie ein gutes Theaterstück aus?

Wenn Sprache-Form-Inhalt so in einen Dreiklang gebracht werden, dass in mir etwas von Welt erklingt.

4. Welche Rolle spielt die Inszenierung für die Stück-Auswahl?

Die ist nicht zu unterschätzen – wir laden schließlich keine Stücke zur Lesung ein.

5. Wieso sind in diesem Jahr nur sieben Stücke nach Mülheim eingeladen?

Weil sich die Jury mehrheitlich nur auf sieben geeinigt hat.

6. Welches Stück hätten Sie persönlich noch gern als achtes Stück nach Mülheim
eingeladen?

Philipp Löhle: "Lilly Link oder Schwere Zeiten für die Rev..." (und zwar in der Inszenierung von Philipp Jeschek am Münchner Volkstheater).

7. Was war Ihr letztes bemerkenswertes Theatererlebnis?

Ich hatte zuletzt erstaunlich viele bemerkenswerte Theatererlebnisse. Dazu gehört Schlingensiefs "Mea Culpa" am Burgtheater Wien; dazu gehört Jelineks "Die Kontrakte des Kaufmanns" am Schauspiel Köln; dazu gehören Achternbuschs "Susn" (inszeniert von Thomas Ostermeier mit der fantastischen Brigitte Hobmeier) und Luk Percevals zutiefst menschenfreundliche Romanadaption "Kleiner Mann, was nun?", beides an den Münchner Kammerspielen.


Hier antworten die übrigen Mitglieder des Auswahlgremiums.