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Presserundschau zur Jurydebatte und Preisvergab
ich hab die seite eben erst gefunden, weil ich an der uni
ruhrpod 6 – Hier und Jetzt
Gosch ist tot. Ich dachte hier kommt was. Oder ist die Sei
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Was soll das, "I thelen"? Das tut nichts zur Sache. Intere
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liebe sabine. du bist doch gar keine sabine. du bist doch
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was soll denn daran bedenkenswert sein? dass peymann sagt,
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Das sind doch bedenkenswerte Argumente von Claus Peymann,
Kommentar zur Jurydebatte um den 34. Mülheimer
Ja, das ist schade, daß Jelinek keine echte Konkurrenz hat
Kommentar zur Jurydebatte um den 34. Mülheimer
mäandern in Jelineks preigekröntem Stück "Rechnitz". Wie a

Schnipsel vom Festrand
Sonntag, 24. Mai 2009

Verkehrte Verhältnisse beim Stücke-Fest ums Theater an der Ruhr: Dea Loher, Preisträgerin des Mülheimer Dramatikerpreises 2008, liest vor kleiner Publikumsschar auf einer Probebühne, Theaterkritiker und Auswahlgremiumsmitglied Peter Michalzik im gut gefüllten Theatersaal. Die Raumlösung entspricht allerdings dem Charakter der Lesungen. Loher liest leise und unaufgeregt im Kapuzenpulli, Michalzik gibt plaudergelaunt zwischen den Leseteilen Anekdoten zum Besten. (ape)

Eigentlich habe sie ja ein "Stück für Mülheim" schreiben wollen, sagt Dea Loher, "aber das ist leider nicht rechtzeitig fertig geworden". Stattdessen die titelgebende Shortstory aus ihrem ersten Erzählungen-Band: "Hundskopf", noch nie vorgelesen – also auch eine Premiere. (ape)

Als wir nach der Loher-Lesung auf den Balkon treten, hoch über dem Raffelbergpark, ist die zuvor noch strahlende Sonne verschwunden. Passt irgendwie zur Düsternis-Dramatikerin. Der vermeintliche Nebelschleier steigt allerdings vom Grill auf – Treppe runter in den Bratwurstdunst. (ape)

jochen-der-elefant
Spricht mit Frank Zander-Stimme: Jochen der Elefant rümpft den Rüssel und plaudert – über Mikroport gesteuert – mit den eintrudelnden Fest-Gästen am Eiswagen.

Die meisten Zuschauer fühlen sich bei Peter Michalziks Lesung aus seiner "Gebrauchsanweisung fürs Theater" bestens unterhalten. Die höchste Lacherquote erzielen Passagen über Nachzügler-Unsitten ("Es gehört sich nicht, an den Mitbesuchern mit seinem Hinterteil entlangzuschrammen."), Husten ("Zuweilen erlebt man Auditorien, die sich regelrecht zum Husten aufpeitschen.") und Theaterschlaf ("Die Kunst des Theaterschlafs besteht trotzdem nicht darin, in aufrechter Haltung zu schlafen, das ist eine Voraussetzung, sondern an den richtigen Stellen zu schlummern."). (ape)

"Haben Sie Jelineks Rechnitz gesehen?", fragt ein Zuschauer Michalzik gegen Ende. Und dieser antwortet leicht verdutzt: "Natürlich, ich habe es ja ausgewählt." Der Zuschauer lässt nicht locker: "Und, wie fanden sie es?". Kurzes, nachdenkliches Schweigen und dann die Antwort: "Großartige Aufführung". Das ist, wir müssen es zugeben, der ultimative shorty. (chr)

Wasser auf die Mühlen des Kritikers: Ein Gast lobt Michalzik zum Schluss der Lesung aus seiner "Gebrauchsanweisung fürs Theater" dafür, dass sein Buch der Comic-Aufmachung anscheinend nicht entspreche, sondern sich dem Theater "ernsthaft" nähere. Er findet: "Das müsste eigentlich jedem Leser auf den Kopf genagelt werden." (ape)

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Ohne Bild. Beleuchteter Baum am See während des PeterLicht-Konzerts.

Zu fortgeschrittener Stunde sind wir uns einig: PeterLichts Texte sind die besten. Einen Tag vor seinem Mülheim-Auftritt hatte in der Skala des Centraltheaters Leipzig übrigens "Neue Texte von PeterLicht – Von der Unmöglichkeit eine neue Matratze zu kaufen ohne das Universum anzuhalten" in der Regie von Mareike Mikat Premiere. Vielleicht sieht man sich ja nächstes Jahr unverhofft in Mülheim wieder? (ape)

Eine "kurze Ansage ans Licht" gibt der Keyboarder von PeterLicht auf Hälfte des Konzerts: "Nehmt mal den Scheinwerfer von mir weg. Ich komm sonst um mit den ganzen Insekten hier". Wie viele Motten- und Mückenleichen werden an diesem Abend wohl auf seinen Tasten zurückgeblieben sein? (chr)

PeterLicht, der es streng vermeidet, sein Gesicht in irgendeine Kamera zu halten, ist auf der Bühne gänzlich unspleenig. Um ihn zu sehen, muss man halt auf seine Konzerte gehen. (ape)

Anne Peter (ape) und Christian Rakow (chr), 15:31 Uhr

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