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Papa Hamlet? Papa Harald!
Mittwoch, 27. Mai 2009

papa-harald

Gestern sozusagen Vatertag. Unterm KinderStücke-Zeltdach im MüGa-Park können Dädalus und Ikarus den Konflikten der Vater-Sohn-Beziehung ebenso wenig entkommen wie dem Labyrinth des Minos', in dem sie festsitzen. Am Ende, gegen halb zwölf Uhr mittags, rufen die Jungzuschauer nach einstündiger In-Bann-Schlagungs-Performance nach der "Zugabe" – ein Ausruf, der im Kindertheater ja mittlerweile die gute alte Applaus-Regel so ziemlich überholt hat, hier aber echt enthusiasmiert rüberkommt.

Zehneinhalb Stunden später – und ein anderes Publikum verlangt wiederum lautstark nach einer "Zugabe", diesmal gar untermalt von schnellem, rhythmischen Klatschen. Musikantenstadl-Feeling. Wir sitzen – ganz darauf aus, den freien Abend zu genießen – im Ruhrfestspielhaus zu Recklinghausen und haben gerade als Gastspiel die Stuttgarter Hamlet-Parodie im Musical-Format, Der Prinz von Dänemark, gesehen. Auch hier spielt der Vater-Sohn-Konflikt selbstredend eine große Rolle – wobei der Vater bzw. (Plural) die Väter in diesem Fall von – wohow! – Harald Schmidt verkörpert werden: Er ist sowohl der Geist Papa Hamlets (im flatterweißen Nachthemd mit langen Haaren) als auch Ophelia-Papa Polonius (mit Pagenschnitt und glänzend gelben Strumpfhosen) sowie natürlich der geistige Übervater dieser ganzen Intellektuellen-Verjuxung.

Die ist richtig schön blöd, sehr vergnüglich und erweist sich überdies auch noch als ziemlich konsequent. Shakespeare, wie wir ihn uns wünschen: Monologe zum Mitsprechen, Songs zum Schunkeln (mit dem Highlight "Sein oder Nichtsein" zu U2s "With or without you"). Ein "Hamlet light" in 90 Minuten, eine Musical-Fake-Show zum Schein-Sein-Thema. Inklusive Stargast Schmidt, der für stürmischen Zwischenapplaus bloß mal kurz auf Geistererscheinung machen muss. Dieses Theater hält uns den Spiegel vor. Papa Harald weckt das Kind in uns.

Anne Peter, 20:06 Uhr

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