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Der shorty 1 – zu René Polleschs "Fantasma"

Von den letzten Dingen

von Anne Peter

16. Mai 2009. Das Theatertage-Publikum liebt seinen Pollesch – und am Ende ist's am schönsten. Bloß ist das Ende noch gar kein Ende, und der Applaus folglich ein Zwischenapplaus. "Kümmern wir uns um das Ende!", gibt Sophie Rois als Parole aus, wirft der Kamera noch einen resoluten Blick zu, macht resolut auf dem Absatz kehrt und verschwindet, den Rest der "Fantasma"-Truppe im Schlepptau, auf ebenfalls resolute Weise durch den Plastemauer-Vorhang ins Innere der bühnenfüllenden Geisterbahn, die sich mit rotem "Thriller"-Glitter als Untotenbehausung ausschreit.

Und dann kümmern sich alle polleschk repetitiv ums Ende. Zum Seeräuberzombie-Soundtrack von "Fluch der Karibik" wird das Sterben verslapstickt, der Absturz verjuxt. Sachiko Hara wird hilfereckenden Armes von Gummimonsterhänden ergriffen, Daniel Jesch torkelt akrobatisch über die Reling, Martin Wuttke vergrößert seine kleinen Permanent-Ausrutscher zu todesmutigen Hinschlidderern, Hermann Scheidleder gerät ins Kugeln, und Sophie Rois bringt ihre Stöckelschuhabsätze gefährlich nah an den Rampenrand. Sie alle saugt es schließlich unweigerlich die dort befindliche Showtreppe hinab.

Der Sprung ins Ende ist ein Treppenwitz, bei dem die Fallhöhe fiktiv bleibt. Die Zuschauer beklatschen diese vergnüglich wiederholten Finalszenen, der Abend zieht jetzt richtig an, und verlässlich erheitern jene Sollbruchstellen, an denen bei Pollesch das vermeintlich Unvereinbare ineinander kippt: Da purzeln die Spieler von einer Satzhälte zur nächsten vom privaten Liebesschluss zum Übergang des kommunistischen Projekts in den Kapitalismus. Typische Pollesch-Hüpfer vom Liebesweh zur Weltgeschichte. Ein schöner Einsprung ins Festival. Das fängt jetzt erstmal an.

Hier geht's zur Nachtkritik der Uraufführung am Burgtheater Wien. Den Stücktext zu "Fantasma" haben wir in der Stückkritik näher unter die Lupe genommen. Lesen Sie außerdem den Bericht zur Publikumsdiskussion.

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