Letzte Kommentare

Presserundschau zur Jurydebatte und Preisvergab
ich hab die seite eben erst gefunden, weil ich an der uni
ruhrpod 6 – Hier und Jetzt
Gosch ist tot. Ich dachte hier kommt was. Oder ist die Sei
Presserundschau zur Jurydebatte und Preisvergab
Was soll das, "I thelen"? Das tut nichts zur Sache. Intere
Presserundschau zur Jurydebatte und Preisvergab
liebe sabine. du bist doch gar keine sabine. du bist doch
Presserundschau zur Jurydebatte und Preisvergab
was soll denn daran bedenkenswert sein? dass peymann sagt,
Presserundschau zur Jurydebatte und Preisvergab
Das sind doch bedenkenswerte Argumente von Claus Peymann,
Kommentar zur Jurydebatte um den 34. Mülheimer
Ja, das ist schade, daß Jelinek keine echte Konkurrenz hat
Kommentar zur Jurydebatte um den 34. Mülheimer
mäandern in Jelineks preigekröntem Stück "Rechnitz". Wie a

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Auf Zeche Zollverein – Die internationale Übersetzerwerkstatt erkundet das Ruhrgebiet

Von der Kohle zur Kultur

von Sarah Heppekausen

1. Juni 2009. Der Gästeführer erzählt es im Kohlebunker der Kokerei wie nebenbei, kurz bevor der zweistündige Rundgang auf dem Gelände der Zeche Zollverein zu Ende geht: "… und wenn wir dann im nächsten Jahr Kulturhauptstadt sind …" Wie, was für eine Hauptstadt? Die beiden Übersetzerinnen aus Venezuela und Uruguay, als Teilnehmerinnen der ITI-Übersetzerwerkstatt mit dabei, können es kaum fassen: "Essen ist Kulturhauptstadt Europas?" Historische Bedeutung als Knotenpunkt der Industrialisierung, gut, das habe die alte Bergbauregion Ruhrgebiet. Das ist bekannt, auch in Lateinamerika. Aber eine kulturelle Strahlkraft, die über die Landesgrenzen hinausreicht? Da spricht Zweifel aus den Blicken der beiden.

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Fremdheit  zulassen – Auf dem Symposium "Blick-Wechsel : Bild-Wechsel" diskutieren Akademiker und Künstler über die Rolle von Bildern im modernen Leben

Wir sind alle Kreuzungen, Bündel, Büschel

von Esther Boldt

31. Mai 2009. Wird sie gut geführt, so ist eine Debatte ein Spiel, in dem Redende sich den Ball zupassen, ihn flink um den Gegner herumdribbeln, um ihn unvermutet im Tor zu versenken. Nun gut, das Bild ist ein wenig übertrieben, Stadionjubel gibt es bei Symposien eher selten. Aber mitunter sind auch Akademiker verbal so wendig wie Lionel Messi mit dem zu Fuß. Nach dem etwas unscharfen Auftakt des Symposiums "Blick-Wechsel : Bild-Wechsel" kam der Ball am zweiten Tag ins Rollen. "Bildermacher, Bildexperten und Bildkritiker" kündigte die Theaterwissenschaftlerin und Mit-Organisatorin Kati Röttger an.

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Der Auftakt zum Symposium "Blick-Wechsel : Bild-Wechsel" mit Dea Loher-Gastspiel aus Uruguay

Die Sprache der Anderen

von Esther Boldt

30. Mai 2009. "Verstehen – davon war nie die Rede." Ein verheißungsvoller Satz, der in Dea Lohers Das letzte Feuer fällt. Im letzten Jahr erhielt das Stück den Mülheimer Dramatikerpreis, jetzt ist es in einer Inszenierung von Fernando Alonso als internationales Gastspiel aus Uruguay eingeladen. Als solches ist es eingebunden in den Auftakt des diesjährigen Symposiums: "Blick-Wechsel : Bild-Wechsel", so der durchaus komplizierte Titel, unter dem es um Bildtransfer und Perspektivwechsel gehen soll, um kulturelle Codierungen und ihre (Un-)Lesbarkeit in der Fremde, um die Präformierung des Blicks. Denn zur Komplexität des Bild-Diskurses gesellt sich der inter- und transkulturelle Diskurs – keine kleinen Dosen, die da aufgemacht werden. Und es wird dabei, im Gegensatz zum Loher-Zitat, nach den Möglichkeiten der Verständigung, gefragt.

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Die Internationale Übersetzerwerkstatt des ITI nimmt sich die Stücke '09 vor

Schlaflos mit Jelinek

von Sarah Heppekausen

28. Mai 2009. Wie, bitteschön, lässt sich denn "Arschkarte" übersetzen? Dieses vielsagende Relikt aus Zeiten der Fußball-Übertragung via Schwarz-Weiß-Fernseher, als der Zuschauer nur erkennen konnte, dass der Schiedsrichter die rote Karte zeigt, weil er sie aus der Gesäßtasche und nicht aus der Brusttasche gezogen hat. "Wir haben da was", meint Shinichi Sakayori und ist sichtlich erleichtert. Etwas Vergleichbares: "Wenn jemand in Japan in Kriegszeiten zum Wehrdienst einberufen wurde, bekam er eine Karte zugeschickt. Das war auch großes Pech." Die anderen nicken zustimmend. "Aber das Wort 'Arsch' geht so verloren", gibt Ramon Farrés aus Spanien zu Bedenken. "Etwas geht immer verloren", sagt die Portugiesin Vera San Payo de Lemos. Und wieder nicken alle.

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