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Sieben Fragen an...

Dirk Pilz


Dirk Pilz, Dr. phil., Theaterkritiker (nachtkritik.de), Berlin

Geboren 1972 im Vogtland. Studium der Germanistik, Philosophie und Psychologie in Potsdam. 2005 Promotion an der Universität Potsdam. Schreibt u.a. für NZZ und Berliner Zeitung, bei der er zur Zeit halbtags eine Vertretung in der Theaterredaktion übernommen hat. Lehraufträge an verschiedenen Universitäten. War von 2003 bis 2007 Redakteur bei Theater der Zeit. Mitbegründer und Redakteur von nachtkritik.de

1. Wie sind Sie in der Vergangenheit mit den Mülheimer Theatertagen in Berührung gekommen?

Durch das Lesen. Was ich von den eingeladenen Stücken nicht kannte, habe ich nach Bekanntgabe der Liste dann meist gelesen, wenigstens das Gewinnerstück.

2. Was ist spezifisch am Blick eines Theaterkritikers auf Theaterstücke?

So generell kann ich das nur schwer sagen. Bei mir ist es jedenfalls so: In der Regel lese ich Stücke als Vorbereitung auf eine Inszenierung. Ich lese den Text also kurz bevor ich ihn auf der Bühne sehe, und ich habe dabei immer auch die Bühne im Kopf. Ich stelle mir zwar keine Inszenierungen vor, überlege auch nicht, wie es die jeweilige Regie wohl machen wird, aber ich denke immer mit, wie das Stück auf einer Bühne "aussehen" würde. Ob das spezifisch für Kritiker ist? Vielleicht, obwohl Dramaturgen und Regisseure das wahrscheinlich ähnlich machen.

3. Was macht für Sie ein gutes Theaterstück aus?

Ganz ehrlich – ich weiß es nicht. Ich glaube es nur im konkreten Fall zu wissen, wenn ich ein Stück lese bzw. sehe. Mit Kriterien wie "Welthaltigkeit" oder "ästhetisch anspruchsvoll" oder "literarische Sprache" kann ich selten etwas anfangen – das sind eher Hilfsbegriffe, obwohl ich kein gutes Stück kenne, das nicht welthaltig und ästhetisch anspruchsvoll ist. Es gibt dennoch etwas, das für mich ein Indiz ist: Bei guten Stücken habe ich das Bedürfnis, den Text auch ein zweites, drittes Mal zu lesen.

4. Welchen Stellenwert besitzen Uraufführungen neuer Stücke im Alltagsgeschäft eines Kritikers?

So Mittelfeld würde ich sagen. Es kommt, im Alltagsgeschäft, immer auch darauf an, wer welches Stück wo inszeniert.

5. Welche Rolle spielt für Sie die Inszenierung bei der Einschätzung eines neuen Stücks?

Stücke sind zwar, in der Regel jedenfalls, für die Bühne geschrieben, warten also auf ihre Inszenierung. Insofern lassen sich Inszenierung und Text nur bedingt trennen; der beste Fall ist wahrscheinlich der, wenn man beides nicht unterscheiden kann – oder wenn diese Frage überflüssig wird. Aber es gibt immer wieder Fälle, wo eine Inszenierung ein Stück eher kleiner macht, es verstellt, nicht zur Entfaltung bringt; es gibt mitunter auch den gegenteiligen Fall – schwächere Stücke, die von einer starken Regie gerettet werden. So oder so, die Inszenierung spielt immer eine entscheidende Rolle.

6. Welches nicht eingeladene Stück hätten Sie persönlich in diesem Jahr gern in Mülheim gesehen?

"Letztes Territorium" von Anne Habermehl.

7. Was war Ihr letztes bemerkenswertes Theatererlebnis?

Ich nehme "bemerkenswert" mal so, dass es die Theaterabende erfasst, die mich – aus unterschiedlichen Gründen – am meisten beschäftigt haben: David Martons "Lulu" in Hannover, Peter Steins "Zerbrochner Krug" am BE, Christoph Schlingensiefs "Der Zwischenstand der Dinge" am Maxim-Gorki-Theater.

Hier antworten die übrigen Mitglieder der Preisjury.

 

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