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Sieben Fragen an…

Peter Carp


Peter Carp, Intendant Theater Oberhausen

Geboren 1955 in Stuttgart, aufgewachsen in Hamburg. Studium der Kunstgeschichte, Theaterwissenschaften, Publizistik und Medizin in Hamburg und Berlin. In den Achtziger Jahren Dramaturg an der Berliner Freien Volksbühne unter Hans Neuenfels, erste Regiearbeiten. Seither als freier Regisseur an deutschsprachigen Theatern tätig. 2004 bis 2007 Schauspieldirektor des Luzerner Theaters mit Regie-Verpflichtung. Seit August 2008 Intendant des Theaters Oberhausen.

1. Wie sind Sie in der Vergangenheit mit den Mülheimer Theatertagen in Berührung gekommen?

Viel gehört, oft verpasst, und dann habe ich mich hinterher geärgert.

2. Was ist spezifisch am Blick eines Intendanten auf Stücke?

Die Machbarkeit am eigenen Haus; sprich: wie eignet es sich für das eigene Ensemble? Wie wird die Neugier im Publikum sein?

3. Was macht für Sie ein gutes Theaterstück aus?

Gute Figuren, d.h. spannendes Material für die Schauspieler. Großes Thema, das größer und vielschichtiger ist, als das, was die Geschichte unmittelbar erzählt, und hoffentlich gute Sprache.

4. Welchen Stellenwert besitzen Uraufführungen im Programm des Theaters Oberhausen?

Wir haben ziemlich viele Uraufführungen im Programm, ist aber nicht programmatisch, ergibt sich organisch, wenn man sich für zeitgenössisches Theater und Dramatik interessiert.

5. Inwieweit strahlen die Mülheimer Theatertage auf die Uraufführungslandschaft in NRW aus?

Eigentlich gar nicht, denn das, was in Mülheim gezeigt wird, ist bereits uraufgeführt.

6. Welches nicht eingeladene Stück hätten Sie persönlich in diesem Jahr gern in Mülheim gesehen?

"Kölner Affäre" von Alvis Hermanis.

7. Was war Ihr letztes bemerkenswertes Theatererlebnis?

"Kontrakte des Kaufmanns" und "Samson und Dalila", beides in Köln.

Hier antworten die übrigen Mitglieder der Preisjury.