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Presserundschau zur Jurydebatte und Preisvergab
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Gosch ist tot. Ich dachte hier kommt was. Oder ist die Sei
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Was soll das, "I thelen"? Das tut nichts zur Sache. Intere
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liebe sabine. du bist doch gar keine sabine. du bist doch
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Das sind doch bedenkenswerte Argumente von Claus Peymann,
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Ja, das ist schade, daß Jelinek keine echte Konkurrenz hat
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mäandern in Jelineks preigekröntem Stück "Rechnitz". Wie a

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Auszug "Cinecittà aperta" von René Pollesch
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T: Dieser Körper muß das historische Subjekt in sich zurücknehmen. Ich kann die Krise gar nicht sehen, die ist genauso terroristisch wie der Normalfall.

...

I: Der Kapitalismus ist keine Variante des als zeitlos angenommenen Verhältnisses zwischen arm und reich.

Tr: Zufall und Diskontinuität, das ist Deutschland im Jahre Null. Die absolute Offenheit von Lebenserfahrung. Warum musste diese üble Geschichte draus werden! Warum muß immer irgendeine Geschichte draus werden, die unser Ursprung sein soll. Das hier hat keinen Ursprung.

T: Deutschland im Jahre Null. Die Geschichte kann nicht darum gehen, in unseren Stimmen die Wahrheit des historischen Augenblicks oder gar in ihnen den künftigen Gang der Geschichte entziffern zu können.

Das will ich wissen, was die Geschichte ist, die Historie! Und hat sie mit diesen Körpern zu tun? Und inwieweit? Treten die nur ein in eine Geschichte oder sind sie es selber, die Historie? Sie mit Kohle zu beschmiern kann nicht geschehen um ihnen die Wahrheit eines historischen Augenblicks anzuheften. Und sie dürfen auch nicht beschmutzt werden um in ihnen den künftigen Gang der Geschichte entziffern zu können.

INGA: Was würden wir mit dem Tod machen, wenn uns die Formen des Handelns fehlen würden, die damit verbunden sind.  Würden wir da ganz andere Wesen vor uns finden. Keine siechenden, keine in einen anderen Kampf verwickelten als den mit den augenblicklichen Kräftekonstellationen. Körper die sich anpassen. Weiter diese zufälligen, diskontinuierlichen Wesen die wir schon zu Lebzeiten sind. Nur fällt es in keinem anderen Moment so auf wie zum Zeitpunkt des Todes, das wir dauernd andere sind. Da ist irgendwie Darwin in dem Zeitpunkt unseres Todes. Da ist nur die Stunde Null in unseren Knochen, aber ohne Deutschland oder sonsteinen Verein.

Man müsste doch an was größeres herankommen mit diesem Problem Ranicki/Schweighöfer. Wie könnte man dieses Problem beschreiben ohne dass einem dauernd diese Praxis in die Quere kommt, dass einige Leute einige Übung darin haben, Probleme so zu identifizeren dass sie zurückgewiesen werden können.

Trystan: Das Glück existiert nicht. Und man muß nicht dauernd so tun als täte es das doch. Wenn der Humanismus etwas sein soll was auf der politischen Ebene das Glück herbeiführen soll, dann ist er eben nicht notwendig. Man kann nicht herbeiführen wollen, was es nicht gibt. Es ist vielleicht besser, zu funktionieren als glücklich sein zu wollen. Das kann man aber in einem Film nicht besprechen. Der Film ist auf Glück aufgebaut. Leute ziehen von da nach dort um das Glück zu suchen. Aus dem Osten nach Cinecitta! Sie glauben, sie sind Menschen, indem sie das Glück suchen.

M: Der Mensch existiert als Lebewesen und als gesellschaftliches Wesen. Aber dieses gesellschaftliche Wesen kann sich nicht in Beziehung zueinandersetzen in Sachen des Glücks. Sondern, ob man zusammen funktioniert. Das ist nicht das schlechteste finde ich. Und auf der Ebene kann man wenigstens Probleme diskutieren. Wir sollten uns heute so ansehen, wie man im 18. Jahrhundert die Tiere angesehn hat, als man sich darauf einigte, wie auch immer, dass sie einfach existieren. Die Organismen funktionieren. Das hier und das. (zeigt auf sich und die andern) Wozu existiert er? Um sich zu reproduzieren? Um sich am leben zu halten? Nein. Er funktioniert einfach.

CATRIN: Er funktioniert sowohl in Richtung Leben als auch in Richtung Sterben. Die Funktion Leben nutzt sich einfach im Laufe der Zeit ab. Das heißt dann aber auch, der Körper funktioniert weiter im Sterben. Die Lebewesen beschränken sich darauf, zu funktionieren. Aber weder für sich selbst, noch für einen Gott, noch für den Menschen. Der Unterschied zu den anderen Lebewesen ist nur, die Gattung Menschheit verfügt über etwas, womit sie das Funktionieren bis zu einem gewissen Grad kontrolliert.